Berichte

Zweitagesausflug nach München 2010

Am Samstag den 5. Juni trafen sich 15 Mitglieder vom Rettungscorps für den zwei Tageausflug nach München. Im Car mit 50 Sitzplätzen konnte sich jeder nach belieben ausbreiten.

Unser Chauffeur Michael Forster fuhr pünktlich mit uns vom Feuerwehrdepot ab. Um viertel nach acht trafen wir in Leutkirch im Gasthof Bad zum Kaffeehalt ein. Mit Kaffee, Gipfeli und Wurstbrot gestärkt fuhren wir weiter Richtung München.

Schon von der Autobahn konnten wir unser nächstes Ziel, die Allianz Arena sehen. Ein gigantisches Bauwerk, welches wir bei einer Führung näher kennen lernten. Wir mussten noch mit einer andern Gruppe um die Führerin kämpfen, blieben siegreich und die hübsche Angelika führte uns während 75 Minuten durch die Arena. Zuerst stiegen wir zu den obersten Plätzen empor, mit einem lauten Schrei, "Hopp St.Galle", bekamen wir einen Eindruck vom Widerhall in der Arena. Kaum vorstellbar wie das bei vollem Stadion tobt. Haben doch mit Zuschauer, Presse und Funktionären beinahe 70'000 Leute Platz. Von ganz oben kommt einem das Spielfeld (68X105 Meter) recht klein vor; aus diesem Grund sind zwei Monitore von je 100 Quadratmeter aufgehängt. Angelika erklärt uns, dass der FC Bayern der alleinige Besitzer der Arena ist, München 1860 ist eingemietet. Auf dem Spielfeld werden nur Austragungsspiele gespielt, zum Trainieren haben beide Clubs separate Stadions.

Weiter ging die Führung durch das Restaurant der Sponsoren und V.I.P. Gäste. Hier muss bei jedem Spiel die Dekoration der spielenden Mannschaft eingerichtet werden. Logen hinter Glas kann man für 250'000 Euro pro Jahr mieten, Vertragsdauer mindestens fünf Jahre. Die Wartezeit bei Interesse auf eine Loge beträgt bereits zehn Jahre. Von den unteren Plätzen hatten wir eine gute Sicht auf das Spielfeld. Seit der Rasen mit UV-Licht zusätzlich bestrahlt wird, ist seit zwei Jahren derselbe Rasen drin.

Anschliessend besichtigten wir die Garderobe vom FC Bayern, sowie deren Gästegarderobe, welche ein Schwimmbecken enthält. Nach Besichtigung des Presseraums, mit Plätzen für 100 Reporter, ging es durch den Shop vom FC Bayern zum Ende der Führung und wir verabschiedeten uns von Angelika.

Noch eine interessante Zahl: während eines Spiels werden bis zu 45'000 Liter Bier getrunken.

Zum Mittagessen ging die Fahrt nach Grünwald. Die Obstbauern Schilliger Senior und Junior, mussten feststellen, dass im Bayrischen der Most nicht zu den lebenswichtigen Getränken zählt. Notgedrungen mussten sie den Durst zwei Tage lang mit Bier oder Spezi stillen.

Nach dem Mittagessen ging es ins nahe gelegene Bavaria Filmstudio. Zuerst wurde bei einer Stunt-Show Halsbrecherisches vorgeführt. Wisi Rütsche verpasste bei dieser Show seinen Karrierestart zum Star. Aufgefordert, bei der Vorführung mitzuspielen, brauchte es drei Versuche, bis Wisi einen grimmigen Polizisten einigermassen darstellen konnte. Auf Anweisung "Schuss", sollte er den Einbrecher vom Gerüst schiessen. Wisi schoss jedoch dem "Guten" das Gerüst unter den Füssen weg, so dass dieser in die Tiefe stürzte. Erst beim zweiten Schuss erwischte er den Verbrecher.
(T)Raumschiff Surprise - Periode 1 (Film) Mehr Erfolg und Können zeigten da Erwin und Heinz, welche unterstützt von zwei Mädels, in "Traumschiff Surprise" einige Szenen zu spielen hatten.
Auch Mani als Hotelportier wäre geeignet, müsste er nicht verwöhnte Hunde von eingebildeten Damen Gassi führen. Bei der Führung zeigte sich, dass beim Film alles nur Schein und Täuschung ist.
Das Städtchen Marienhof ist aus Holz und Dachpappe erbaut. Grosse Steine, Felsen und Höhlen aus Styropor Gips und Farbe. Schiffe sind Modelle im Wasserbecken.
Dennoch ein faszinierendes Erlebnis durch die Kulissen von Filmen zugehen wie "Das Boot", "Die wilden Kerle", "Asterix", "Wicki" und so weiter. Zum krönenden Abschluss, durften wir im 4-D Kino eine haarsträubende Abfahrt durch Schnee, Eis und Bäume, über Abgründe und durch Höhlen mitmachen. Die Illusion war so perfekt, dass man sich vor Schreck duckte, sich gegen Aufpralle stemmte und sogar die Augen schloss.

Verständlich, dass soviel Anstrengung durstig machte. Daher waren wir schnell zu überreden, nochmals in Grünwald im Biergarten einzukehren. Daher trafen wir etwas verspätet beim Hotel Präsident ein. Nach dem Zimmerbezug marschierten wir zum Augustinerkeller für das Nachtessen. Bis Mitternacht sassen wir dort in der Gartenwirtschaft und genossen das bayrische Nationalgetränk. Die restliche Nacht brauchten die Einen etwas länger bis sie ihr Bett fanden. Bis auf Sämi tauchten aber alle am Morgen zum Frühstück auf. Sämi stärkte sich deshalb vor der Radtour mit Weisswürsten.

Ja die Biertour mit Fahrrad!! Von wegen von Biergarten zu Biergarten oder von Brauerei zu Brauerei. Unsere Leiterin Gertrud meinte, wir lernen das geschichtliche und historische übers Bierbrauen kennen. Eine alte Brauerei werden wir besichtigen und einen "Schnitt" probieren. Also fuhren wir mit dem Rad durch Münchens Altstadt über die Isar, hielten an historischen Orten und Gertrud wusste vieles zu berichten, über das Bier selbst, die Kirche und das Bier, die Monarchie und das Bier oder wie kam das Bier nach München. Auf halber Tour kamen wir dann zur Brauereibesichtigung und zum versprochenen "Schnitt". Früher wurde, um die Masskrüge schneller zu füllen, der Schaum oben weg geschnitten und für die ärmere Gäste in Krüge gefüllt.
Bei nahezu 30 Grad und dabei Radfahren reicht so ein "Schnitt" bei weitem nicht, unseren Durst zu löschen. Also überredeten wir Gertrud, noch etwas im Biergarten zu verweilen und ein kühles Dunkles oder Helles zu trinken. Nachdem der Durst gelöscht war, radelten wir retour über die Isar, durch den Englischen Garten, konnten dort Surfer beim Wellenreiten beobachten, in einer Flusswelle. Beim Chinesischen Turm sahen wir den grössten Biergarten Europas (oder gar der ganzen Welt?) mit 9000 Plätzen. Vom Englischen Garten ging’s weiter, vorbei am FKK Gelände. Ausser ein paar "Blüttler", war aber nicht viel zu sehen. So fuhren wir zurück zum Ausgangspunkt. Dort verabschiedete sich Gertrud von uns.

Bevor wir den weiten Weg von 15 Minuten zum Car antraten, beschlossen wir, uns im Hofbräuhaus zu stärken, denn Durst ist bekanntlich schlimmer als Heimweh. Als dann alle wieder ihren Platz im Car gefunden hatten, fuhr uns Michael nach Stegen am Ammersee. Im Seehaus Schreyegg wurden wir mit "Schnipos" verpflegt. Für uns auch die letzte Gelegenheit, vom bayrischen Lebenssaft zu trinken. Ich glaube Schilliger senior war da schon etwas süchtig auf dieses Getränk.

Vom schönen sonnigen Ammersee, ging die Fahrt zurück in die verregnete Schweiz. Nach zwei tollen und erlebnisreichen Tagen, endete unser Ausflug beim Feuerwehrdepot.

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© by M. Graf