Berichte

Ausflug 2011

Am Samstagmorgen, es ist der 18. Juni 2011, treffen sich 22 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Oberuzwil um 7Uhr 15 vor dem Depot; denn heute steht der jährliche Ausflug auf dem Programm. Das Wetter macht noch einen zufriedenstellenden Eindruck, obwohl Regenschauer angesagt sind.

Der Car der Firma Rüttimann steht zum Einsteigen bereit und nachdem auch die letzten Schlafmützen geweckt und auch eingestiegen sind, kann die Reise losgehen. Unser Chauffeur, Armin Rüttimann persönlich, steuert den Car Richtung Autobahn. Das erste Ziel ist der Seilpark bei der Talstation der Kronberg Bahn. Die Fahrt führt uns über Gossau, Herisau, Waldstatt und am Skilift Bömmeli vorbei nach Jakobsbad.

Vom grossen Parkplatz aus gelangen wir durch einen kurzen Tunnel unter der Appenzeller Bahn hindurch und über einen kleinen Weg zur Talstation. Da es nun zu regnen begann, sind alle froh, dass es Kaffee und Gipfeli im gedeckten Kioskzelt gibt. Von hier aus hat man einen guten Einblick in den Übungsteil des Seilparks und kann das Personal beobachten.

Nachdem der Regen wieder etwas aufgehört hatte, teilten wir uns in zwei Gruppen; die Einen wählten den Gipfel des Kronbergs als Ziel, die Anderen den Seilpark. Der Schreibende war bei den 15 Mutigen, die Helm und "Gstältli" anzogen und sich mittels Sicherungskarabiner über die Seilstrecken hangelten. Wir hatten etwa 2 Stunden Zeit und so sind wir, einer nach dem andern den Turm hochgeklettert, haben uns am Seil eingehängt und sind los gerauscht. Nach 3 solcher Seilbahnen erreichte man den Wald, wo der eigentliche Seilpark aufgebaut ist. 8 verschiedene Parcours mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad verbinden über 30 Plattformen miteinander. Der höchste Punkt liegt auf 16 Metern; auf einer Gesamtlänge von 945 Metern sind 54 Kletterelemente verteilt. In der Zwischenzeit hatten sich alle Kletterer auf den verschiedenen Seilstrecken verteilt und mühten sich ab. So galt es zum Beispiel über schaukelnde Holzklötze zu balancieren, sich am Seilzug in die Tiefe zu stürzen oder einfach die Distanz zwischen den 2 Plattformen mittels "Seilbahn" zu überbrücken. Dieses Teil, ein Bügel mit zwei Rollen hing ja auch die ganze Zeit am Gurt!

Mit zunehmendem Regenschauer verkroch man sich noch mehr in den Bäumen des Parks oder "seilbähnelte" zurück zum Ausgangspunkt und entledigte sich der Ausrüstung und der durchnässten Kleider. Treffpunkt war wieder der kleine Kiosk und so vereinte sich die Gruppe mit der Zeit wieder. Zurück im Car und nach einer Ehrenrunde auf dem leeren Parkplatz, der Präsident vermisste plötzlich seinen Rucksack, ging’s nach Appenzell ins Restaurant Rössli. Im hinteren Teil waren drei Tische reserviert und das Essen schmeckte allen. Da vergessen wurde, die Dienste des Kiosks mit ins Arrangement zu nehmen, offerierte Armin einen Dessert.

Zur vereinbarten Zeit erwartete man uns bei der Firma Ebneter Alpenbitter, wo wir an einer Betriebsführung teilnahmen. Nach der Erläuterung der Geschichte des "Appenzellers" und seinem Erfinder, wurden wir durch die verschiedenen Produktionsräume geführt und erfuhren dabei Interessantes. Der Einblick in die Gewürzkammer beeindruckte genauso, wie die vielen Lagertanks oder die kupfernen Brennkessel. Wie bei jeder Führung durch einen Lebensmittelproduktionsbetrieb, endete diese im Degustationsraum und so wurde die Gelegenheit geboten, diverse Erzeugnisse zu verkosten. Wir waren die zweitletzte Gruppe an diesem Samstag und hatten daher Glück, dass sie uns nicht nach der eingerechneten Zeit rausschmissen.

Da sich das Wetter nicht gebessert hatte, es schüttete immer noch wie aus Kübeln, musste auf die Stadtbesichtigung verzichtet werden. Wir begaben uns stattdessen nochmals nach nebenan ins Restaurant Rössli. Als zu gegebener Zeit die Rückreise angetreten wurde, regnete es immer noch und so wurde beschlossen, direkt zum Zvierihalt ins Restaurant Bierhaus nach Oberuzwil zu fahren. Dort angekommen, hattte der Regen zwar aufgehört, aber nun war’s zu spät. Armin verabschiedete sich und wir durften uns noch bis in die Abendstunden am reich aufgetischten Zvieriplättli laben!

Der Ausflug war toll und hat allen Spass gemacht – Danke an die Organisation.

Ausflug 2011

zurück 

© by M. Graf