Berichte

Bergtour

Bergtour 2012

Am Freitagabend, dem 14. September, so gegen 18 Uhr bildete sich vor dem Depot langsam eine kleine Ansammlung an Rucksäcken – es war also wieder Zeit für die jährlich stattfindende Bergtour. Nachdem dann alle anwesend und das Gepäck im Polybau-Bus verladen war, ging's in flotter Fahrt das Rheintal hoch bis Trübbach. Von 479 müM führte uns eine kleine Strasse durch Wälder und über Alpenweiden hinauf zur Palfries auf 1700 müM. Auf den letzten  Metern Anfahrt bescherte uns die Sonne noch einen grandiosen Untergang.

Im Berggasthaus wurden wir von Elsbeth Frey freundlich begrüsst und zu unser aller Überraschung war Heiri Senn auch angereist und hatte zudem noch einen Aperitif organisiert. So waren wir nun zu Zehnt und plauderten bei einem Glas feinem Wartauer Weisswein. Die Bergkäse- und Speckhäppchen schürten den Appetit auf mehr. Das Mehr folgte dann auch gleich in Form eines feinen Nachtessens – Erbsensuppe, Salat, Geschnetzeltes mit Nudeln und dazu einen lokalen Rotwein.
Nach der einen oder anderen Runde "Honigkräuter" und den interessanten Gesprächen wurde die Gruppe mit Fortschreiten der Zeit immer kleiner und die Gaststube immer ruhiger.

Mehr oder weniger ausgeruht und gestärkt vom Frühstück machten wir uns auf, im 3. Anlauf den 2343 Meter hohen Alvier zu bezwingen. Denn beim ersten Mal im Jahre 2004 war das "Chämi" noch verschneit und beim zweiten Mal vor zwei Jahren machte uns das schlechte Wetter am Samstag einen Strich durch die Rechnung. Nun hatte es aber endlich geklappt und so stampften wir frohen Mutes über die Alpweiden dem Aufstieg entgegen. Der Weg wurde immer steiniger und steiler und führte uns dann über eine Holzleiter im "Chämi" auf den Zwischengrat,  bevor es nochmals steil, an Edelweisen und Disteln vorbei, zur Alvierhütte hinauf ging.
Oben angekommen, wurden wir freundlich von der Hüttenwirtin und ihrem kleinen Hund begrüsst. Die Enttäuschung war ihr anzusehen, als sich herausstellte, dass man unten im Palfries vergessen hatte, uns mit den bestellten Lebens- und anderen Mitteln zu beladen. Zur Schadensminimierung konnte Hampi dann wenigsten die leeren Eierbehälter mit hinunternehmen.
Nach einer stärkenden Rast in der heimeligen Hütte und dem Genuss der herrlichen Aussicht auf beide Talseiten hiess es schon bald wieder "Abmarsch"! Nun ging's den gleichen Weg zurück, mit abwechselndem Vorwärtslaufen und Rückwärtsklettern. Am Fusse der Bergkette angekommen, nahmen wir den linken Weg und wanderten an dem ausgewaschenen Hang vorbei zur Stralrüfi. Dieses Gasthaus wurde kürzlich unweit des alten Gebäudes in einer Beton-Holzkombination neu gebaut. In der nüchternen Gaststube mit eingefeuertem Cheminée verköstigten wir uns und konnten dabei die Teilnehmer der vorletzten Bergtour von 2004 im Gästebuch nachlesen – wir waren damals eine Handvoll mehr. Franz hat sich verdankenswerter Weise einem neuen Eintrag gewidmet und uns so nochmals verewigt.

Nach einem kurzen Fussmarsch erreichten wir unseren Startpunkt wieder, wo Karl auf uns wartete. Er hatte unsere Abwesenheit genutzt, um mit Heiri über die "alten Zeiten" zu philosophieren und einen leichteren Spaziergang zu unternehmen.

Nun war es an der Zeit "Tschüss" und vielen Dank zu sagen und die Nachhause-Fahrt unter die Räder zu nehmen. Wohlbehalten und mit einer gesunden Portion Müdigkeit entstiegen wir vor dem Depot dem Bus und die eingangs erwähnte "kleine Ansammlung von Rucksäcken" verflüchtigte sich wieder.

Teilnehmer: Charly Burkhalter, Franz Ebneter, Hanspeter Jung, Karl Loser, Markus Loser, Markus Schnyder, Walo Schmuckli, Christoph Tribelhorn, Joachim Züger

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© by M. Graf